Nach 30 Tagen nichts umbauen: Einfach bleibt einfach
Am Freitag enden die 30 Tage der Aktion „30 Tage ab 1. Oktober“. Wenn du bis hierher dranbleibst, taucht jetzt oft ein Gedanke auf: Es läuft, also muss mehr her.
Mein Rat an dich ist klein, und ich sage ihn so, wie er im Buch steht. Nach den 30 Tagen nichts umbauen. Einfach bleibt einfach.
Was bei meinen eigenen 30 Tagen passiert ist
In Woche 1 ging es bei mir nur um eine Sache: morgens das Glas Zitronenwasser. Als das saß, kam das Bett machen dazu, dann die kleinen Bewegungseinheiten am Morgen. Mehr nicht. Alle drei sind geblieben.
Gesehen hat man davon nichts. Das eigentliche Ergebnis war nach 30 Tagen nicht im Spiegel sichtbar. Es war ein Gefühl.
Genau an dieser Stelle fängt es an, gefährlich zu werden. Kapitel 10 beschreibt es so: Kaum funktioniert etwas, will man mehr, schneller, optimierter. Man ersetzt das System, das funktioniert hat, durch eines, das beeindruckt. Und dann scheitert es.
Drei Dinge für die Tage nach dem Tracker
1. Prüf, ob es läuft, und lass es dann in Ruhe
Schau auf deinen Tracker. Stehen die Haken, dann ist die Antwort schon da. Im Buch steht dazu als erster kleiner Schritt sinngemäß: Wenn etwas funktioniert, änder heute nichts daran und wiederhol einfach die kleine Version.
Das klingt zu wenig, ich weiß. Es ist aber der Teil, den man am leichtesten überspringt, weil er sich nach Stillstand anfühlt. Ob es läuft, siehst du am Tracker und nicht am Kalender. Und wenn es läuft, braucht es gerade nichts Neues.
2. Ersetz nichts, was funktioniert hat
Ein neues System sieht immer besser aus als das alte. Es hat mehr Punkte, mehr Zahlen, vielleicht eine App. Das alte hat nur einen Haken pro Tag. Aber der Haken hat dich bis hierher gebracht.
Bei mir kam eine Gewohnheit nach der anderen dazu, und keine hat die vorige ersetzt. Das Zitronenwasser blieb, als das Bett dazukam. Das Bett blieb, als die Bewegung dazukam.
3. Etwas Neues erst, wenn das Alte sitzt
Willst du etwas dazunehmen, dann nur obendrauf und nur, wenn die erste Gewohnheit wirklich sitzt. Du erkennst es daran, dass du nicht mehr darüber nachdenkst.
Und falls mal ein Tag ausfällt: Bei mir ist in den 30 Tagen einmal das Zitronenwasser untergegangen, ich hatte es vergessen. Am nächsten Tag habe ich einfach weitergemacht, ohne Drama. Die Regel aus Kapitel 8 gilt auch nach Tag 30: nie zweimal hintereinander aussetzen.
Falls du noch gar nicht dabei bist
Dann fängt dein Tag 1 an dem Tag an, an dem du den ersten Haken setzt, egal was der Kalender sagt. Such dir eine einzige 2-Minuten-Gewohnheit aus und mach sie täglich. Mehr verlangt Woche 1 nicht. Den 30-Tage-Tracker gibt es kostenlos als PDF, ohne Anmeldung.
Kurz zusammengefasst
- Prüfen, ob es läuft. Wenn ja, nichts ändern.
- Nichts ersetzen, was funktioniert hat.
- Neues nur dazu, wenn das Alte sitzt.
- Nie zweimal hintereinander aussetzen.
- Kapitel 10 in drei Worten: Einfach bleibt einfach.
Mehr Themen für Tage ohne Plan findest du auf kleinanfangendranbleiben.de. Die Serie „52 Wochen dranbleiben“ bekommt jeden Mittwoch eine neue Folge.
Das ganze Kapitel 10 und die neun anderen stehen im Buch: als Taschenbuch mit ausfüllbarem 30-Tage-Tracker ab Seite 29, oder, wenn du lieber am Handy liest, als E-Book.
Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen und ist keine medizinische Empfehlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor größeren Veränderungen von Ernährung, Bewegung oder Schlaf sprich bitte mit ärztlichem Fachpersonal.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen