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Es werden Posts vom September, 2026 angezeigt.

Gewohnheiten anfangen: 3 stille Sätze, die dich bremsen

Gesunde Gewohnheiten anfangen – das klingt nach einer Frage von Wissen. Bei mir war es nie eine Frage von Wissen, denn gewusst hatte ich es immer. Ich wusste, dass ein Glas Wasser am Morgen besser ist als der dritte Kaffee. Ich wusste, dass mir Bewegung guttut und dass die Nächte nach dem Spätdienst zu kurz sind. Umgesetzt habe ich davon jahrelang nichts. „Später“, habe ich gesagt. Nach dem Projekt, nach der Inventur, nach dem Urlaub. Angefangen habe ich erst mit 37 – als die Diagnose kam. Warum hat das so lange gedauert? Heute glaube ich: Es lag nicht an fehlender Disziplin. Es lag an drei stillen Sätzen, die ich seit meiner Kindheit mit mir herumgetragen habe. Vielleicht erkennst du einen davon wieder. Satz 1: „Ich bin halt so.“ Als Kind hört man solche Sätze nebenbei. „Das Kind ist halt so.“ Klingt harmlos, fast liebevoll. Aber wer so etwas oft genug hört, hält es irgendwann für d...

Warum Erfolg deine Gewohnheiten kaputt macht

Der größte Feind kleiner Gewohnheiten ist nicht die Faulheit. Es ist der Erfolg. Kaum funktioniert etwas, will man mehr. Schneller, größer, optimierter. Und ersetzt genau das System, das gerade funktioniert hat, durch eines, das beeindruckt – und dann scheitert. Wie das bei mir aussieht Zwei Minuten liefen gut, also machte ich zehn daraus. Aus dem einen Glas Wasser am Morgen wurde ein Trinkplan mit Uhrzeiten. Aus „drei Zeilen aufschreiben“ wurde ein Journal mit fünf Fragen. Gehalten hat davon nichts. Die kleine Version schon – die mache ich heute noch. Langeweile ist ein gutes Zeichen Wenn sich eine Gewohnheit langweilig anfühlt, heißt das nicht, dass sie ausgedient hat. Es heißt, dass sie sitzt. Genau dann ist die Versuchung am größten, etwas draufzupacken. Mein Rat an mich selbst: nichts ändern. Noch einmal dieselbe Version. Und noch einmal. Denk wie ein Kind Als Kind bin ich kopf...

Der 30-Tage-Plan, der ohne App und Programm geht

Die meisten Pläne scheitern nicht in Woche drei. Sie scheitern in Woche eins – weil sie mit drei Dingen gleichzeitig anfangen. Mehr Sport, besser essen, früher ins Bett, alles ab Montag. Ich habe das jahrelang so gemacht und es jedes Mal nach ein paar Tagen wieder gelassen. Der ganze Plan passt in vier Zeilen Kein Programm, keine App, kein Equipment: Woche 1: eine einzige 2-Minuten-Gewohnheit wählen und täglich machen. Woche 2: dieselbe Gewohnheit halten. Nichts Neues. Woche 3: eine zweite kleine Gewohnheit dazu. Woche 4: beide halten – und nie zweimal hintereinander aussetzen. Das ist alles. Der schwierigste Teil daran ist nicht Woche vier, sondern die Versuchung in Woche zwei, schon etwas draufzupacken. Wie meine ersten 30 Tage wirklich liefen In Woche 1 ging es bei mir nur um eine Sache: morgens ein Glas Zitronenwasser, auf nüchternen Magen, noch bevor der Kopf richtig wach ist. Sonst nichts. Als das saß, k...