Warum Erfolg deine Gewohnheiten kaputt macht

Der größte Feind kleiner Gewohnheiten ist nicht die Faulheit. Es ist der Erfolg.

Kaum funktioniert etwas, will man mehr. Schneller, größer, optimierter. Und ersetzt genau das System, das gerade funktioniert hat, durch eines, das beeindruckt – und dann scheitert.

Wie das bei mir aussieht

Zwei Minuten liefen gut, also machte ich zehn daraus. Aus dem einen Glas Wasser am Morgen wurde ein Trinkplan mit Uhrzeiten. Aus „drei Zeilen aufschreiben“ wurde ein Journal mit fünf Fragen.

Gehalten hat davon nichts. Die kleine Version schon – die mache ich heute noch.

Langeweile ist ein gutes Zeichen

Wenn sich eine Gewohnheit langweilig anfühlt, heißt das nicht, dass sie ausgedient hat. Es heißt, dass sie sitzt. Genau dann ist die Versuchung am größten, etwas draufzupacken.

Mein Rat an mich selbst: nichts ändern. Noch einmal dieselbe Version. Und noch einmal.

Denk wie ein Kind

Als Kind bin ich kopfüber die Rutsche runter, im Regen Fußball gespielt, von der Schaukel gesprungen – ohne dreimal nachzudenken. Heute überlegen wir bei allem zuerst, was schiefgehen könnte.

Dieses ständige Abwägen wirkt wie eine Bremse. Der Ausweg ist nicht, das Denken abzustellen. Der Ausweg ist, den ersten Schritt so klein zu machen, dass er unter der Bremse hindurchpasst.

Was ich meinem früheren Ich sagen würde

Dem Uwe, der mitten in der Gastronomie alles wusste und trotzdem nichts umsetzte: Worauf wartest du eigentlich?

Wenn du einen Gedanken hast, der dir guttut, dann geh ihn an, ohne lange nachzudenken. Jede gute Idee bleibt nur eine Idee, wenn sie nicht umgesetzt wird.

Wir kennen alle den Satz „Aller Anfang ist schwer“. Aber wenn wir das Schwere gar nicht erst anstarren, sondern einfach loslegen, merken wir oft erst dann, ob es überhaupt schwer war. Frag dich nicht, was dich abhält – frag dich, wo du hinwillst.

Warum gerade jetzt

Der Alltag ist zurück, der Urlaubsmodus vorbei. Was du jetzt anfängst, muss durch Oktober und November tragen. Und den Winter überlebt nicht die große Version, sondern die, die zwei Minuten dauert.

Wenn du das über dreißig Tage mitverfolgen willst: Hinten im Taschenbuch ist ein Tracker zum Ausfüllen – sieben Tage pro Seite, ein Kästchen zum Abhaken.

Was läuft bei dir gerade gut genug, dass du es einfach lassen solltest, wie es ist? Erzähl es gern in der Community-Box auf kleinanfangendranbleiben.de. Ich lese dort jede Zeile. Klein anfangen. Dranbleiben.

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Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen und ist keine medizinische Empfehlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor größeren Veränderungen von Ernährung, Bewegung oder Schlaf sprich bitte mit ärztlichem Fachpersonal.

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